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Rot. Schon wieder.

An der Haselstrasse in Baden stehe ich oft. Sie trennt den Bahnhof von Baden Nord, wo bald Cembra einzieht. Im Trafo ziehen Kino, Fitness und Kongresse schon länger Menschen an, neu auch die Hallo Halle.

Ich ärgere mich regelmässig über die Wartezeit am Lichtsignal. Gleichzeitig weiss ich, was Vorrang für den Fussverkehr hiesse. Schon heute staut sich der Verkehr manchmal bis auf die Bruggerstrasse. Lange bin ich die Strecke mit dem Bus gefahren und stand mit ihm im selben Stau wie die Autos.

Jetzt verlangt eine dringliche Motion, die geplante Neugestaltung zwei Monate lang zu testen. Ob getestet wird, entscheidet der Einwohnerrat. Falls ja, bitte nicht nur Zufahrten, Busse und Parkhausausfahrten messen. Genauso wichtig ist, wie viele Menschen zu Fuss queren, wie lange sie warten und wie lange sie bleiben. Gibt es Aussenplätze, etwa vor dem Kalli Craft, gehört die Gastronomie dazu.

Die Haselstrasse ist die Lebensader für den Bahnhof und seine Läden, für die Altstadt, das Grand Casino und die Therme Fortyseven.

Nur bringt eine schönere Strasse noch niemanden, der zusätzlich hier wohnt. Dass der Test die Parkhausausfahrten misst, zeigt, wie stark Läden und Gastronomie heute auf Kundschaft mit dem Auto angewiesen sind. Viele davon kämen wohl nicht mit dem Auto, wenn sie in Baden eine Wohnung fänden.

Der grösste Frequenzbringer ist so oder so, wer in Gehdistanz wohnt.

Zum Artikel «Streit um Haselstrasse geht weiter» von Ilona Scherer in der Aargauer Zeitung vom 30. September 2026:

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